KohleZeitalter der Kohle
Eine europäische Geschichte
Zeitalter der Kohle
Ruhrmuseum auf dem Welterbe Zollverein in Essen
Deutsches Bergbau-Museum Bochum
Glückauf Zukunft!

Das Zeitalter der Kohle.

Eine europäische Geschichte

In den architektonisch beeindruckenden Räumen der Mischanlage auf der Kokerei Zollverein in Essen präsentierte die Ausstellung »Das Zeitalter der Kohle. Eine europäische Geschichte« eine faszinierende Zeitreise durch die geschichtlichen, technischen und kulturellen Dimensionen der Kohle. Im ehemaligen Kohlenspeicher erwartete die Besucherinnen und Besucher die Geschichte der Kohle – an dem Ort, wo früher Kohlen sortiert, gespeichert und gemischt wurden, um täglich 5.000 Tonnen Koks zu produzieren.

Die Gemeinschaftsausstellung des Ruhr Museums und des Deutschen Bergbau-Museums Bochum wurde ermöglicht durch die RAG-Stiftung im Rahmen der Initiative »Glückauf Zukunft!«. Neben der Auswahl aus den bedeutenden sozial- bzw. technikgeschichtlichen Sammlungen der beiden beteiligten Museen vervollständigten über 100 internationale Leihgeber mit ihren Exponaten die insgesamt über 1.200 ausgestellten Objekte.

Dank einer weiteren Unterstützung durch die RAG-Stiftung konnte die Ausstellung digital archiviert und über ihr Ende hinaus virtuell begeh- und erlebbar bleiben.

Rundgang durch die Ausstellung

iF Design Award 2019
reddot award 2018 winner
Deutscher Designer Club
German Design Award Winner 2019

Der virtuelle Rundgang

Nach einer kurzen Fahrt mit der Standseilbahn startet die Tour auf der obersten Ebene der Mischanlage, der Kopfstation, mit dem größten Steinkohlebrocken des Ruhrgebiets im Panorama des Karbonwalds. Von da aus geht es dann abwärts zu den 30 anderen Panoramen auf den folgenden vier Ebenen.

Auf der weitläufigen Verteilerebene geht es um den Bergbau, die Welt unter Tage. Mit welcher Technik kommt man an Kohle? Wie verschieben Menschen damit die Schranken der Natur in den europäischen Steinkohlenrevieren? Anhand der vier Elemente Erde, Luft, Feuer und Wasser werden nicht nur die technische Entwicklung, sondern auch die körperliche Anstrengung und ständige Gefahr der Bergarbeit offensichtlich, die durch die Bergtechnik zwar gemildert, aber nie beseitigt wurden.

In den fensterlosen Bunkern der zweiten Ebene wird die Entfesselung des Stoffes Kohle thematisiert. Die gespeicherte Sonnenenergie des schwarzen Goldes befeuerte nicht nur das Industriezeitalter, sondern machte in Form der Kohlechemie die Nachahmung der Natur in der Chemie und der Pharmazie möglich.

Kohle brachte auch eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen. Sie war ein Garant für bessere Infrastruktur, Fortschritt, Arbeit und Wohlstand. Aber auch bei der Entstehung von Klassenkämpfen und der Durchführung von Kriegen spielte die Kohle stets eine entscheidende Rolle.

Die Trichterebene mit dem Thema Höhepunkt und Abschied ist der Hochphase und den Folgen der Kohle gewidmet. Sie reichen von der Schlüsselfunktion der Kohle für den Wiederaufbau und den europäischen Einigungsprozess nach dem Zweiten Weltkrieg, der Ablösung der Kohle durch neue Energieträger mit dem nachfolgenden Strukturwandel bis hin zu den immensen ökologischen Folgen, die sich aus dem Abbau und der Verbrennung von Kohle ergeben. Den Abschluss bilden die Menschen und Maschinen des Bergbaus: im Rollenlager nehmen „Kohlemenschen“ in Interviews persönlich Abschied vom „Zeitalter der Kohle“.

Bedienungsanleitung

Sie können sich auf drei verschiedene Arten durch die virtuelle Ausstellung bewegen. Eine chronologische Reihenfolge erhalten Sie durch das wiederholte Klicken auf den rechten Doppelpfeil unten in der Navigation. Alternativ können Sie sich durch die Räume bewegen, indem Sie auf die roten Punkte in den Panoramen oder die roten Pins auf den Übersichtskarten (rechts unten) klicken.

An den jeweiligen Stationen bzw. in den einzelnen 360 Grad-Panoramen können Sie mit Hilfe der Minus- und Plus-Buttons am unteren Rand rein- und rauszoomen und mit den dortigen Pfeilen nach rechts, unten, links und oben blicken. Alternativ können Sie auch mit dem Mausrad rein- und rauszoomen und sich bei gedrückter linker Maustaste in den Räumen umschauen.